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Reif für die Insel

Ausgewandert vom Bodensee nach Sizilien



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Ätna von Oliver Beck

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Gioiosa Marea ist "smart", es wird eine App angeboten, welche nicht nur dem Einheimischen das Leben hier erleichtern soll, es ist auch gerade für Touristen interessant. Sie enthält alle Sehenswürdigkeiten der Gegend mit der Möglichkeit, sich mittels des Smartphone dorthin führen zu lassen.

 

Die „Grotta del Tono“ ist ein historisch und geologisch interessantes Naturwunder.

In zentraler Lage gegenüber dem Bahnhof von Gioiosa Marea gelegen, auf einer Höhe von zehn Metern über dem Meeresspiegel, gleich hoch wie die heutige Strasse, befindet sich der circa 1,8 m breite und 1,6 m hohe Eingang.
 Im Innern führt eine Vielzahl von Tunneln nach beiden Seiten, die sich an mehreren Stellen schneiden und letztendlich wieder vereinigen.
Die Höhle muss sich ursprünglich auf Meereshöhe befunden haben. Dies ist belegt durch die Feststellung von feinem, inkonsistentem Meeressand mit Schalen von Lungenschnecken, auf dem Grund eines der Höhlengänge.  

Der erforschte Teil der Grotte besteht aus zwei Kammern unterschiedlicher Größe die durch zahlreiche Gänge, in einigen Segmenten blind, in einem fast kreisförmigen Muster verbunden sind. Einige davon sind heute begehbar.  
Auszug aus: “Gioiosa Guardia” a cura della Reg. Siciliana Ass.to Beni Culturali e Ambientali e della Pubblica Istruzione Soprintendenza beni Culturali e Ambientali di Messina Servizio per i Beni Archeologici – Unità Operativa VII)
Die Kalksteinhöhle ist geprägt durch das Karstphänomen was sich in einer hohen Kalkkonzentration sowie in der Bildung von Stalaktiten und Stalagmiten ausdrückt. Die ersten Hinweise auf die Höhle stammen aus dem neunzehnten Jahrhundert.
– Busacca schrieb im Geographisch-statistischen-biographischen Lexikon von Sizilien, Edition 1827:
    "Bewundernswert ist ein Höhle, die vor wenigen Jahren in der Gemeinde Gioiosa Marea entdeckt..."
– In "Geographie von Italien, Gustavo Strofanello“ steht geschrieben: "Nicht weit von der Stadt Gioiosa Marea,am Meer, wurde eine Höhle entdeckt...“

In den Jahren 1981–1982 war die Grotte Objekt von zwei kurzen Forschungseinsätzen aus regionalen Fonds unter Führung von Archäologen aus Siracusa.
Zunächst war es notwendig, die verschütteten Eingänge freizulegen um überhaupt einen Zugang zur Höhle und zu den Gängen zu ermöglichen. Die Aktivitäten dieser Einsätze waren folglich sehr limitiert. Im Innern der kleineren der beiden Kammern wurden archäologische Einlagerungen festgestellt, die Fragmente enthalten, welche  bis ins 4. Jahrhunder v. Chr. datierbar sind.
Im Verlauf der weiteren Erforschung der Höhlengänge an der Nordseite der Grotte gab es in den Felsspalten Funde  in bestem Konservationszustand und in Orginallage.
Die ans Licht gebrachten, prähistorischen Tonerzeugnisse dokumentieren eine permanente Besiedlung der Grotte beginnend am Ende der Jungsteinzeit  und besonders in der Kupferzeit und stellen die Verbindung auf die Liparischen Inseln her. Zur Kultur „Diana“ (Mitte IV. Anfang III. Jahrhundert v. Chr.) zum „Piano Conte“ (Ortsteil von Lipari) und zum „Piano Quartara“ (Gebiet von Panarea). III. Jahr­hundert v. Chr.).
Aus diesem Zusammenhang resultiert die Bezeichnung der Keramik, welche heute im Archäologischen Regionalmuseum „Paolo Orsi“ in Siracusa ausgestellt ist.
Der beschränken Forschungen erlauben es nicht, die Art der Bewohnung der Höhle definitiv zu bestimmen.
Vor Augen halten muss man sich jedoch, dass der problemlose Zugang zur Grotte eine menschliche Besiedlung begünstigt haben muss.
Es sind weitere Untersuchungen notwendig um diese Ergebnisse zu vertiefen. Aber ohne jeden Zweifel ist die „Grotte del Tono“ eine der interessantesten und faszinierendsten prähistorischen Stätten unserer Region.
 

Der Eingang ist heute mittels einer Türe verschlossen und somit nicht jederzeit frei zugänglich.

Führungen durch die Grotte sind möglich ab Juli
montags 18:00 bis 19:30 Uhr
mittwochs: 09:30 bis 12:00 Uhr
freitags: 09:30 bis 12:00 Uhr

Text u. a.  aus „Gioiosa Marea APP,
(Google Play Store/App Store)